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Jazz
Podium 11/2001 - www.jazzpodium.de
Karl Schloz
- "A Smooth One"
Kein
geringerer als Bucky Pizzarelli war es, der auf den längere
Zeit in New York weilenden Berliner Gitarristen Karl Schloz aufmerksam
wurde und ihn schließlich unter seine Fittiche nahm. Mit Pizzarelli
als Lehrmeister und einem eigenen ausgeprägten Swing-Feeling
ausgestattet, konnte eigentlich kein anderes Resultat entstehen,
als das auf vorliegender, im Oktober 2000 in New York eingespielter
CD.
Schloz
- auf Anraten von Pizzarelli spielt er eine siebensaitiges Instrument
- erweist sich als enorm talentierter Instrumentalist mit deutlichem
Bezug auf die Tradition des swingenden, vor allen technischen und
elektronischen Klangverfremdungen unberührten Gitarrenspiels,
was man hocherfreut zur Kenntnis nimmt.
Ebenso
wie Schloz fahren auch seine beiden Mitstreiter, der Pianist Tony
Monte und der Bassist Steve LaSpina in dieser swingenden Spur, so
dass obwohl mit dem von hoher Intensität geprägten Ensemblespiel
wie auch mit den Solobeiträgen interpretationen von sehr beachtenswertem
Format abgeliefert werden. Die Mitwirkung des Tenorsaxophonisten
Harry Allen in vier der zehn Titel ("Whooly Cats", "In
Love in Vain", "Recado Bossa Nova", "Lester
leaps in") verleiht dem ganzen eine zusätzliche Würze.
Allen, nunmehr ganz fraglos ein Tenorist von erstrangigem internationalen
Format, lässt seine in letzter Zeit mehr und mehr demonstrierte
Hinwendung zur Spielauffassung der Lester Young-Stan Getz-Linie
auch hier erkennen, niemals jedoch als purer Imitator, vielmehr
mit eigenständigem Ideengut.
Karl
Schloz ist eine wirkliche Entdeckung deutscher Provenienz, zumal
ein Gitarrist seines Formats und mit bei allem Traditionsbezug keineswegs
rückwärtsgewandter, Swing-betonter Spielauffassung hierzulande
eine Rarität darstellt. Die CD möge Schloz ein, seine
wünschenswerte nationale und internationale Anerkennung beförderndes,
Medium sein.
Gerhard
Hopfe
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